Immer wieder hört man von Sportluftfiltern, doch kaum jemand weiß, wozu sie überhaupt gut sind und was sie bezwecken. Wir haben uns genau dieselben Fragen gestellt und möchten sie an dieser Stelle einmal beantworten.
Die Aufgabe des Luftfilters ist es, zum Gehäuse hin vollständig abzudichten, damit keine ungefilterte Luft in den Motor gelangen kann. Bei Sportluftfiltern fällt meistens die Eigenschaft der Dämpfung für den Ansaugluftstrom weg. Dadurch werden die Ansauggeräusche um einiges deutlicher wahrnehmbar und auch die Geräusche der Motormechanik sind stärker ausgeprägt.
Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Sportluftfiltern. Bei den offenen Sportluftfiltern wird das Geräusch des Motors nicht so stark isoliert, wie bei gewöhnlichen Luftfiltern. Das Filtermaterial ist direkt sichtbar im Motorraum. Außerdem wird mehr Ansaugluft durchgelassen, was dazu führen kann, dass der Motor einen höheren Verschleiß hat. Der offene Filter saugt vor allem im Sommer warme Luft an, was die Leistung des Motors erheblich verringert.
Freunde der Sportluftfilter stehen vor allem auf den satteren Sound, wohingegen die Gegner gerade wegen der enormen Lautstärke davon abraten. Darüber, ob der Sportluftfilter wirklich mehr Leistung bringt, oder gar im Gegenteil zu Leistungsverlust führt, streiten sich die Parteien seit jeher.
Die richtig guten, und leider auch teuren, Filter, sind gekapselt und besitzen eine Art Schnorchel, der nach vorne ragt, so dass der Filter den kühlen Fahrtwind ansaugen kann. Diese Art von Filter kostet aber auch schnell mal das Vierfache von einem offenen Sportluftfilter.
Ob man sich einen Sportluftfilter in sein Auto einbaut oder nicht, sollte jeder Autobesitzer individuell nach Ansprüchen, Vorlieben und Geldbeutel entscheiden. Wichtig ist nur, dass der Filter ordnungsgemäß eingebaut wird und man ihn vom TÜV abnehmen lässt. Ohne TÜV-Genehmigung erlischt nämlich die Allgemeine Betriebserlaubnis und damit auch der Versicherungsschutz für das Auto.